Der Tucuruí-Damm, gelegen in Brasilien bei den Koordinaten -3.8325, -49.6491, ist eine beeindruckende Wasserkraftanlage mit einer Kapazität von 8.535 MW. Betrieben von Eletronorte, ist dieser Damm seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1976 ein kritischer Bestandteil der Energieinfrastruktur Brasiliens. Mit der Nutzung der Laufwasserkraft-Technologie nutzt der Tucuruí-Damm den natürlichen Fluss des Tocantins-Flusses zur Stromerzeugung und ist damit ein wichtiges Asset in der Strategie des Landes für erneuerbare Energien. Die Anlage spielt eine bedeutende Rolle im Energiemix Brasiliens, trägt zum nationalen Stromnetz bei und unterstützt die wachsende Nachfrage nach sauberer Energie. Während Brasilien darauf abzielt, seine Abhängigkeit von erneuerbaren Quellen zu erhöhen, hebt sich der Tucuruí-Damm als wichtiger Akteur hervor, um die Ziele des Landes für Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung voranzutreiben. Die Anlage bietet nicht nur eine zuverlässige Stromversorgung, sondern trägt auch zur regionalen Entwicklung bei, indem sie Arbeitsplätze schafft und lokale Volkswirtschaften unterstützt, was ihre Bedeutung sowohl in der Energieerzeugung als auch in der Gemeinschaftsunterstützung festigt.
8.54 GW
50 Jahre alt
Brasilien, South America
Standort
Zero Direct Emissions
Tucuruí Dam is a hydro power plant producing approximately 29907 GWh of clean electricity per year with zero direct CO₂ emissions during operation.
Lifecycle emissions: ~24 g CO₂/kWh (manufacturing, transport, decommissioning)
Technische Details
- Primärer Brennstofftyp
- Hydro
- Energiequelle
- Erneuerbar
- Land
Brasilien- Kontinent
- South America
- Datenquelle
- Globale Datenbank der Kraftwerke
Tucuruí-Damm: Ein zentraler Bestandteil der brasilianischen Energieversorgung
Der Tucuruí-Damm ist ein bedeutendes Wasserkraftwerk in Brasilien, das 1976 in Betrieb genommen wurde. Mit einer installierten Kapazität von 8.535 Megawatt gehört es zu den größten Wasserkraftwerken des Landes und spielt eine entscheidende Rolle in der Energieversorgung Brasiliens. Der Damm befindet sich am Tocantins-Fluss im Bundesstaat Pará und wird von Eletronorte, einer Tochtergesellschaft des staatlichen Energiekonzerns Eletrobras, betrieben.
Das Tucuruí-Wasserkraftwerk nutzt die Strömung des Tocantins-Flusses zur Stromerzeugung, wobei Wasser als primäre Energiequelle dient. Dies macht das Kraftwerk zu einer der wichtigsten Anlagen für die Erzeugung erneuerbarer Energie in Brasilien. Die Verwendung von Wasser als Brennstoff hat den Vorteil, dass sie keine fossilen Brennstoffe benötigt und somit zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beiträgt. Dennoch gibt es auch Herausforderungen, die mit der Nutzung von Wasserressourcen verbunden sind, insbesondere in Bezug auf die saisonalen Schwankungen des Wasserstandes, die die Energieproduktion beeinflussen können.
Die Errichtung des Tucuruí-Damms hatte erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und die umliegenden Gemeinden. Der Bau des Damms führte zur Flutung großer Flächen, was zur Zerstörung von Lebensräumen und zur Verdrängung von Einheimischen beitrug. Dies hat Bedenken hinsichtlich der ökologischen Nachhaltigkeit und der sozialen Gerechtigkeit aufgeworfen. Dennoch bleibt das Kraftwerk von zentraler Bedeutung für die Energieversorgung der Region, da es einen Großteil des Stroms für den Nordosten Brasiliens liefert und zur wirtschaftlichen Entwicklung beiträgt.
In der brasilianischen Energiepolitik spielt das Tucuruí-Kraftwerk eine strategische Rolle. Es ist nicht nur für die Versorgung der Region von Bedeutung, sondern auch für die Stabilität des nationalen Stromnetzes. Brasilien hat sich in den letzten Jahrzehnten stark auf Wasserkraft verlassen, und mit der zunehmenden Nachfrage nach Energie ist der Tucuruí-Damm ein wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur, die benötigt wird, um diese Nachfrage zu decken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Tucuruí-Damm sowohl eine technische Meisterleistung als auch ein Symbol für die Herausforderungen und Chancen ist, die mit der Entwicklung erneuerbarer Energien verbunden sind. Er stellt einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung Brasiliens dar, während gleichzeitig die Notwendigkeit betont wird, Umweltauswirkungen und soziale Belange zu berücksichtigen.
Brasilien — Energieprofil
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Wasserkraft als Energiequelle: Eine umfassende Betrachtung
Die Wasserkraft ist eine der ältesten und am weitesten verbreiteten Formen der erneuerbaren Energie. Weltweit gibt es etwa 7842 Wasserkraftwerke in 128 Ländern, die eine beeindruckende Gesamtleistung von 1288,5 Gigawatt (GW) aufweisen. Die größten Produzenten von Wasserkraft sind China mit 989 Anlagen und einer Kapazität von 279,9 GW, gefolgt von Brasilien (756 Anlagen, 119,4 GW), den Vereinigten Staaten (1491 Anlagen, 110,2 GW), Kanada (612 Anlagen, 102,4 GW) und Madagaskar (5 Anlagen, 91,1 GW). Diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutung der Wasserkraft im globalen Energiemarkt.
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