Die Anlage Cairo South ist eine wichtige Infrastrukturanlage im Stromnetz von Ägypten auf dem Kontinent Afrika. Als fossiles Kraftwerk konzipiert, verfügt die Anlage über eine installierte Leistung von 715 MW. Der Hauptbetrieb beruht auf der Nutzung von gas zur Erzeugung von Strom. Die Betriebsführung und das Eigentum an der Anlage obliegt dem Egyptian Electricity Holding Company, der die tägliche Wartung und die Netzintegration überwacht. Die Anlage wurde im 1997 offiziell an das kommerzielle Stromnetz angeschlossen, liefert seitdem eine regelmäßige Leistung und spielt eine wichtige Rolle bei der Sicherheit der heimischen Stromversorgung. Bezogen auf die inländische Produktionskapazität innerhalb von Ägypten nimmt Cairo South den #52-Platz unter allen in Betrieb befindlichen gas-Kraftwerken ein. Seine 715 MW-Kapazität stellt einen 0,59 %-Anteil der gesamten installierten gas-Erzeugungskapazität von Ägypten dar, die derzeit bei 121.657 MW liegt. Die größte in Betrieb befindliche gas-Anlage in Ägypten ist die Burullus Power Plant mit einer Leistung von 4.800 MW, wodurch die Cairo South im Vergleich etwa 6,7 Mal kleiner ist. Über alle Brennstoffarten und Stromerzeugungstechnologien im ganzen Land hinweg macht diese Anlage 0,5170 % der gesamten Erzeugungskapazität von Ägypten von 138.304 MW aus. Basierend auf historischen Kapazitätsfaktoren, die für gas-Kraftwerke charakteristisch sind (zur Analyse mit 40 % modelliert), wird die erwartete jährliche Stromerzeugung der Anlage auf etwa 2.505.360 MWh berechnet. Wenn man Statistiken zum inländischen Verbrauch anwendet, bei denen ein durchschnittlicher Haushalt in Ägypten jährlich 3 MWh Strom verbraucht, reicht dieses Produktionsniveau aus, um den Energiebedarf von ungefähr 835.120 Haushalten zu decken. Durch die Nutzung traditioneller thermischer Energieprozesse liefert die Station zuverlässig abrufbare Energie in das Netz, unterstützt die Netzstabilität in Zeiten geringer Verfügbarkeit erneuerbarer Ressourcen und erfüllt den Grundlastbedarf der Industrie. Der physische Standort der Station liegt an den geografischen Koordinaten 29,8669° Breitengrad und 31,2914° Längengrad. Die Analyse der lokalen Netzinfrastruktur zeigt eine Dichte anderer Vermögenswerte in einem Umkreis von 50 Kilometern. Zu diesen nahegelegenen Einrichtungen gehört North Giza (gas, 2.250 MW), Giza North Power Station (gas, 2.250 MW), North Giza Power Station (gas, 2.250 MW), das eine Ansammlung lokalisierter Energieanlagen darstellt. Diese geografische Platzierung ist von entscheidender Bedeutung für die Stärkung der regionalen Verteilungsinfrastruktur und die Minimierung von Übertragungsleitungsverlusten in diesem Sektor von Ägypten.
29 Jahre alt
Ägypten, Africa
Standort
Estimates based on Gas emission factor (490 g CO₂/kWh) and capacity factor (45%). Actual emissions may vary based on operating conditions, efficiency, and fuel quality.
Technische Details
- Primärer Brennstofftyp
- Gas
- Energiequelle
- Nicht erneuerbar
- Land
Ägypten- Kontinent
- Africa
- Datenquelle
- Globale Datenbank der Kraftwerke
Kraftwerk Kairo Süd: Eine Schlüsselkomponente im Energiesektor Ägyptens
Das Kraftwerk Kairo Süd ist ein bedeutendes Gaskraftwerk in Ägypten mit einer Gesamtleistung von 715 MW. Es spielt eine entscheidende Rolle im Energiesektor des Landes, da es zur Sicherstellung einer stabilen und zuverlässigen Energieversorgung beiträgt. Ägypten hat in den letzten Jahren einen enormen Anstieg des Energiebedarfs erlebt, der durch das Wirtschaftswachstum und die zunehmende Urbanisierung bedingt ist. Das Kraftwerk Kairo Süd liefert einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung dieses Bedarfs und unterstützt die Bemühungen der ägyptischen Regierung, die Energieinfrastruktur des Landes zu modernisieren und auszubauen.
Das Kraftwerk nutzt Erdgas als Hauptbrennstoff, was ihm viele technische Vorteile verleiht. Erdgas ist im Vergleich zu anderen fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Öl sauberer und hat eine geringere Umweltbelastung. Die Verbrennung von Erdgas führt zu geringeren CO2-Emissionen, was es zu einer umweltfreundlicheren Option für die Stromerzeugung macht. Darüber hinaus ermöglicht die Verwendung von Erdgas eine hohe Effizienz bei der Stromerzeugung, da moderne Gaskraftwerke in der Lage sind, große Mengen an Elektrizität mit relativ geringem Brennstoffverbrauch zu produzieren. Dies trägt nicht nur zur Kostensenkung bei, sondern unterstützt auch die Bemühungen um Nachhaltigkeit im Energiesektor.
Die Umweltwirkungen des Kraftwerks Kairo Süd sind im Kontext der gesamten Energiepolitik Ägyptens von Bedeutung. Während die Nutzung von Erdgas als Brennstoff eine geringere Belastung für die Umwelt darstellt, sind dennoch Emissionen und andere Umweltaspekte zu berücksichtigen. Die ägyptische Regierung hat sich verpflichtet, den Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix zu erhöhen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Umweltauswirkungen der Energieerzeugung zu minimieren. In diesem Zusammenhang spielt das Kraftwerk Kairo Süd eine Übergangsrolle, indem es die notwendige Energie liefert, während gleichzeitig Investitionen in erneuerbare Energien, wie Solar- und Windkraft, gefördert werden.
Regional betrachtet hat das Kraftwerk Kairo Süd auch eine wichtige Rolle in der Energieversorgung Nordafrikas. Ägypten hat das Potenzial, ein Energieexporteur in der Region zu werden, insbesondere durch die Erschließung von Gasvorkommen im Mittelmeer. Das Kraftwerk kann dazu beitragen, die Energieversorgung in Nachbarländern zu stabilisieren und Ägypten als zentralen Akteur im Energiesektor der Region zu positionieren. Insgesamt ist das Kraftwerk Kairo Süd ein entscheidendes Element in der Transformation und Entwicklung des ägyptischen Energiesystems, das sowohl den gegenwärtigen Bedarf deckt als auch den Weg für eine nachhaltigere Zukunft ebnet.
Nahegelegene Kraftwerke
Gas als Energiequelle für die Stromerzeugung
Die Stromerzeugung aus Gas erfolgt hauptsächlich durch die Verbrennung von Erdgas in Gasturbinen oder durch Dampfkraftwerke, die mit Erdgas betrieben werden. Bei einer Gasturbine wird das Erdgas in einer Brennkammer verbrannt, wodurch heiße Gase erzeugt werden, die eine Turbine antreiben. Diese Turbine ist mit einem Generator verbunden, der elektrische Energie produziert. In einem Dampfkraftwerk hingegen wird das Erdgas verbrannt, um Wasser zu erhitzen und Dampf zu erzeugen, der eine Dampfturbine antreibt. Diese beiden Technologien ermöglichen eine effiziente Umwandlung von chemischer Energie in elektrische Energie. Weltweit gibt es derzeit 4.378 Gas-Kraftwerke in 113 Ländern, mit einer Gesamtkapazität von 1.731,2 Gigawatt (GW). Die Vereinigten Staaten führen mit 1.881 Anlagen und einer Kapazität von 575,0 GW, gefolgt von Russland mit 281 Anlagen (116,0 GW) und Iran mit 118 Anlagen (85,7 GW). Japan und China haben ebenfalls bedeutende Kapazitäten, mit 37 Anlagen (75,0 GW) und 174 Anlagen (67,9 GW) respektiv. Diese Verteilung zeigt, dass Gas eine wichtige Rolle in der globalen Energieversorgung spielt. Ein wesentlicher Vorteil der Gasstromerzeugung ist ihre Flexibilität. Gas-Kraftwerke können schnell hoch- und heruntergefahren werden, was sie ideal für die Deckung von Spitzenlasten macht und es ermöglicht, schnell auf Veränderungen im Energiebedarf zu reagieren. Zudem sind Gas-Kraftwerke im Vergleich zu Kohlekraftwerken in der Regel effizienter und erzeugen weniger CO2-Emissionen pro erzeugter Energieeinheit. Dies macht sie zu einer attraktiven Übergangstechnologie auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Energiezukunft. Dennoch gibt es auch Nachteile. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen kann die Energiesicherheit eines Landes gefährden, insbesondere wenn die Gasversorgung aus geopolitisch instabilen Regionen stammt. Darüber hinaus gibt es Bedenken hinsichtlich der Methanemissionen, die während der Gasförderung und -verteilung entweichen können. Methan ist ein potentes Treibhausgas mit einem viel höheren Wärmeaufnahmevermögen als CO2, was die Umweltvorteile der Gasnutzung relativieren könnte. Die globalen Trends zeigen, dass die Nachfrage nach Erdgas in den letzten Jahren gestiegen ist, da viele Länder versuchen, ihre Kohlenstoffemissionen zu reduzieren und gleichzeitig einen stabilen Energiebedarf zu decken. In vielen Regionen wird Gas als Brückentechnologie betrachtet, um den Übergang zu erneuerbaren Energiequellen zu unterstützen. Dies wird durch Investitionen in moderne Gasinfrastruktur und Technologien gefördert, die die Effizienz und Umweltverträglichkeit von Gas-Kraftwerken weiter verbessern. In der Zukunft wird erwartet, dass der Anteil von Gas in der globalen Energieerzeugung weiterhin hoch bleibt, auch wenn der Übergang zu erneuerbaren Energiequellen an Bedeutung gewinnt. Es gibt Bestrebungen, die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger zu fördern, wobei Erdgas als Ausgangsbasis für die Wasserstoffproduktion dienen könnte. Letztlich wird die Rolle von Gas in der Energieerzeugung stark von den politischen Entscheidungen, technologischen Entwicklungen und der globalen Marktnachfrage abhängen.
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